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Heiland, wir nahen heut

Strophe 1

Heiland, wir nahen heut,
dankbar in sel'ge Freud
Dir, unserm Herrn!
Hör unser Flehen nun,
sieh unser schwaches Tun,
lass uns in Dir nur ruhn;
der uns nicht fern!

Strophe 2

Du sahst uns liebend an,
da wir auf eigner Bahn
wandelten blind;
Du halfst uns freundlich auf,
tatst uns den Himmel auf,
dass wir im Erdenlauf
nun glücklich sind.

Strophe 3

Du hast von Sündennacht
völlig uns frei gemacht,
herrlicher Held!
Dein teures Sühnungsblut
Wunder der Gnade tut;
Du gibst uns Glaubensmut
in dieser Welt.

Strophe 4

Nimm uns nun völlig hin,
beuge Du unsern Sinn,
mach uns bereit!
Wirke durch Deinen Geist,
der uns hier unterweist,
dass unser Dienst Dich preist
zu jeder Zeit!

Strophe 5

Schenke uns Deinen Sinn,
Sterben sei uns Gewinn,
Dein Kreuz uns Ruhm!
Hat auch die Leidensnacht
uns um die Kraft gebracht:
Zeige uns Deine Macht
im Heiligtum!

Strophe 6

Lass uns umgürtet sein,
hell sei der Lampen Schein,
bis Du erscheinst!
Was wird es sein, wenn Du
führst uns der Heimat zu,
und uns in Himmelsruh
mit Dir vereinst!

Liederbücher

  • Reichslieder 1909Nummer: 4

Notensatz (4 Stimmen gemischt)