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Mein Heiland, mach mich stille

Strophe 1

Mein Heiland, mach mich stille
und demutsvoll und klein;
o möcht Dein heilger Wille
stets auch der meine sein!
Die Wünsche, die sich regen
in meinem Geist und Sinn,
ich will sie stille legen
zu Deinen Füßen hin!

Strophe 2

Was nicht nach Deinem Denken,
das nimm hinweg von mir;
mein Schifflein sollst Du lenken,
ich lass das Ruder Dir!
Du siehst, was mich will quälen,
Du weißt, wie mir zumut,
und sprichst: Dir soll's nicht fehlen
an irgendeinem Gut.

Strophe 3

Du liebest auch die Meinen,
liebst sie noch mehr als ich;
was Dir wird heilsam scheinen,
das ist's auch sicherlich.
Drum will ich stille bleiben,
an Deinem Herzen ruhn,
nichts planen und nichts treiben,
nur Deinen Willen tun.

Strophe 4

Nach Dir, Du Gott der Güter,
streck ich die Hände aus;
Du bist mein Hirt und Hüter,
mein Heil für Herz und Haus.
Lass mich gottselig leben,
Dir trauend allezeit,
Dir völlig hingegeben
in Gottgelassenheit.

Leider konnten wir keine weiteren Angaben zu J. Jacobsen finden und freuen uns über entsprechende Hinweise.

Notensatz (4 Stimmen gemischt)