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Die Abendschatten sinken

Strophe 1

Die Abenschatten sinken herab auf Berg und Tal;
ich seh ein Sternlein blinken im weiten Himmelssaal.
Noch ruht ein goldner Schimmer, wo sank der Sonne Pracht.
Doch nun wird's dunkler immer; bald ist es finstre Nacht.

Strophe 2

Ein kalter Lufthauch ziehet wehklagend durch das Land;
des Tages Lust entfliehet, der Farben Pracht verschwand.
Doch droben, sieh, wie werden der Sterne Reih'n so dicht!
Wenn's dunkel wird auf Erden, so ist der Himmel licht.

Strophe 3

O Herz, mit deinem Sehen, mit deinem Durst nach Glück,
o Auge, matt von Tränen, hinauf, hinauf den Blick!
Der Himmel steht dir offen; dort leuchtet Stern um Stern;
o richte all dein Hoffen auf deinen treuen Herrn!

Leider konnten wir keine weiteren Angaben zu J. Jacobsen finden und freuen uns über entsprechende Hinweise.

Notensatz (3 Stimmen gemischt mit Instrumenten)