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Jetzt treibt der Saft nach oben

Strophe 1

Jetzt treibt der Saft nach oben,
das Leben regt sich neu,
vom Stamm geht's in die Reben,
die wachsen wild und frei.
Da geht dann auch der Winzer
durch seinen Garten dort
und schneidet ohn Erbarmen
die wilden Triebe fort.

Strophe 2

Es sind nicht Laub und Ranken,
die er erzieht und sucht,
Er achtet nicht der Reben,
Er denkt nur an die Frucht.
Und wo das scharfe Messer
den scharfen Schnitt getan,
da setzen an der Wunde
die hellen Tränen an.

Strophe 3

Hast du es wohl empfunden,
als es an dich auch kam,
und dir des Heilands Messer
das Liebste schnitt und nahm;
dann weint das Herz und blutet:
"Warum denn mir soviel?"
Und kann es nicht begreifen,
dass das die Liebe will.

Strophe 4

Doch warte nur, nicht lange,
dann wirst auch du verstehn,
da wirst vor Gottes Throne
du Seine Waage sehn.
Ja, dort im ew'gen Lichte
wird's einmal offenbar!
Warum das Winzermesser
so scharf geschliffen war.

Leider konnten wir keine weiteren Angaben zu Pastor Alwin Hartmann finden und freuen uns über entsprechende Hinweise.

Schlagwörter

Erziehung Frucht Tränen

Notensatz (Gesang und Instrument)