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Aus tiefer Not schrei ich zu Dir

Strophe 1

Aus tiefer Not schrei ich zu Dir,
Herr Gott, erhör' mein Rufen;
Dein gnädig Ohr neig' her zu mir
und meiner Bitt' es öffne!
Denn so Du willst das sehen an,
was Sünd' und Unrecht ist getan,
wer kann, Herr, vor Dir bleiben?

Strophe 2

Bei Dir gilt nichts denn Gnad und Gunst,
die Sünden zu vergeben;
es ist doch unser Tun umsonst,
auch in dem besten Leben.
Vor Dir niemand sich rühmen kann.
Des muss Dich fürchten jedermann
und Deiner Gnaden leben.

Strophe 3

Darum auf Gott will hoffen ich,
auf mein Verdienst nicht bauen;
auf Ihn mein Herz soll lassen sich
und Seiner Güte trauen,
die mir zusagt Sein wertes Wort;
das ist mein Trost und treuer Hort,
des will ich allzeit harren.

Strophe 4

Sind auch bei uns der Sünden viel,
bei Gott ist viel mehr Gnade;
Sein' Hand zu helfen hat kein Ziel,
wie groß auch sei der Schade.
Er ist allein der rechte Mann,
der völlig uns erlösen kann
von unsern Sünden allen.

Liederbücher

  • Reichslieder 1909Nummer: 169
  • Reichslieder 1931/51Nummer: 201
  • Lieder für d. christl. HausNummer: 15

Notensatz 1 (4 Stimmen gemischt)

Notensatz 2 (4 Stimmen gemischt)

Melodie: (unbekannt)