0 Sammler

Und dennoch, wenn's auch tobt und stürmt

Strophe 1

Und dennoch, wenn's auch tobt und stürmt
und Dunkel mich umhüllt,
wenn Woge sich auf Woge türmt
und fast mein Schifflein füllt:

Strophe 2

Ja, dennoch will ich stille sein,
nicht zagen in Gefahr,
will flüchten mich in Gott hinein
und ruhn da immerdar,

Strophe 3

Gleichwie ein neugebornes Kind
liegt still im Mutterschoß
und, trotz dem allerstärksten Wind,
ist froh und sorgenlos:

Strophe 4

So will auch ich, mein treuer Hort,
mich Dir fest anvertraun
und stille auf Dein göttlich Wort
in Nacht und Stürmen baun.

Strophe 5

So wüte nur, du wildes Meer,
und droh nur, Felsenriff!
Es ist der allgewalt'ge Herr
in meinem kleinen Schiff.

Strophe 6

Er ist der Mann, Er führt's hinaus,
obwohl ich Staub nur bin;
Er bringt mich durch des Meers Gebraus
zum Friedenshafen hin.

Strophe 7

Drum dennoch, wenn's auch tobt und stürmt
und Dunkel mich umhüllt,
vertrau ich froh, dass Gott mich schirmt
und Sturm und Wetter stillt.

Liederbücher

  • Reichslieder 1909Nummer: 394
  • Reichslieder 1931/51Nummer: 414

Notensatz 1 (4 Stimmen gemischt)

Notensatz 2 (4 Stimmen gemischt)