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O Jesu, meine Sonne

Strophe 1

O Jesu, meine Sonne,
vor der die Nacht entfleucht,
o Jesu, meine Wonne,
die alle Not verscheucht!
Im Herzen klingt mir täglich
der eine helle Ton:
Wie hast Du so unsäglich
geliebt, o Gottessohn!

Strophe 2

Um diese Perle wäre
mir alles andre feil,
selbst Hab und Gut und Ehre,
mein ganzes Erdenteil.
Wie gerne will ich meiden
das alles froh und still,
wenn's von dem Herrn mich scheiden
und Ihn mir rauben will.

Strophe 3

Ich kenn auch gar kein Leben,
von Dir, mein Herr, getrennt.
Du bist mein einzig Leben
und Lebenselement.
Ich kenne gar kein Sterben,
seitdem ich leb in Dir;
denn was mich könnt verderben,
die Sünde, nahmst Du mir.

Strophe 4

Ich weiß nichts mehr von Leiden;
denn alles Kreuz und Leid
kann mich von Dir nicht scheiden,
du Born der Seligkeit!
Ja, wenn ich Dich nur habe,
dann gilt mir alles gleich;
ich bin am Bettelstabe
noch wie ein König reich.

Strophe 5

Ich bin schon hier auf Erden
so selig und so leicht,
und was wird dort erst werden,
wo alle Schwachheit weicht!
Das macht ein selig Sterben,
dass ich als Gnadenlohn
ein Königreich soll erben
und eine ew‘ge Kron!

Liederbücher

  • Reichslieder 1909Nummer: 312
  • Reichslieder 1931/51Nummer: 288

Notensatz (4 Stimmen gemischt)