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Dein Wort, o Herr, ist milder Tau

Strophe 1

Dein Wort, o Herr, ist milder Tau
für trostbedürftge Seelen;
lass keinem Pflänzlein Deiner Au
den Himmelsbalsam fehlen!
Erquickt durch ihn lass jedes blühn
und in der Zukunft Tagen
dir Frucht und Samen tragen!

Strophe 2

Dein Wort ist, Herr, ein Flammenschwert,
ein Keil, der Felsen splittert.
Ein Feuer, das im Herzen zehrt
und Mark und Bein erschüttert.
O lass Dein Wort noch fort und fort
der Sünde Macht zerscheitern
und alle Herzen läutern!

Strophe 3

Ich suchte Trost und fand ihn nicht;
da ward das Wort der Gnade
mein Labsal, meine Zuversicht,
die Fackel meiner Pfade;
sie zeigte mir den Weg zu Dir
und leuchtet meinen Schritten
bis zu den ew‘gen Hütten.

Strophe 4

Nun halt ich mich mit festem Sinn
zu Dir, dem sichern Horte.
Wo soll ich sonst mich wenden hin?
Herr, Du hast Lebensworte!
Lass immerfort Dein helles Wort
in allen Lebenszeiten
uns trösten, warnen, leiten.

Strophe 5

O sende bald von Ort zu Ort
den Durst nach Deinen Lehren,
send Hunger, Herr, Dein Lebenswort
und Deinen Geist zu hören,
und send ein Heer von Meer zu Meer,
der Herzen Durst zu stillen
und Dir Dein Reich zu füllen!

Liederbücher

  • Reichslieder 1909Nummer: 518
  • Reichslieder 1931/51Nummer: 159

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Wort Gottes

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Notensatz 2 (4 Stimmen gemischt)